Worauf kommt's eigentlich an, beim Linedance

Jeder Fussballer weiss, dass die Mannschaft gewinnt, die die meisten Tore schiesst und es fiele keinem Fussballer ein, den Ball in den Arm zu nehmen um damit Richtung Tor loszusausen - er kennt schliesslich die Regeln seines Sports. Erstaunlicherweise ist das unter (Line) Tänzern weit weniger der Fall.
Im Gegenteil - man findet sehr viele Line Dancer, die keinen Schimmer haben, wann und warum Zuschauer (oder Trainer bzw. Punktrichter) von der Darbietung mal mehr, mal weniger beeindruckt sind.

Einiges erschliesst sich natürlich quasi von selber:

  • Man muss die Choreographie des Tanzes beherrschen und sich nicht unterwegs „verlaufen“
  • Die gewählte Choreographie muss vom Rhythmus der Musik her passen. Walzerschritte zur Polka gehen schlecht
  • Die eigenen Schritte müssen der Musik folgen - man darf nicht aus dem Takt fallen
  • In der richtigen Richtung mitgehen heisst nicht Tanzen zu können und die richtige Abfolge der Figuren zur passenden Musik in der vorgegebenen Geschwindigkeit „abzumarschieren“ heisst noch lange nicht zu Tanzen.
  • Schritte, Rhythmus und Takt sind der "Rohstoff" mit dem der Tänzer folgende Bewertungskriterien herausarbeiten muss:

Basic Pattern

Körperhaltung und Bewegungsführung sollen den Charakter des Tanzes betonen.

Footwork

Die klassischen Fusspositionen müssen so angewandt werden, dass Haltung, Balance, Gewichtswechsel, Versammlung und Bewegung dem Charakter des Tanzes und seiner Figuren entsprechen.

Framework

Alle  Teile des Körpers sollen harmonisch Zusammenspielen und die Dynamik des Tanzes geschlossen zum Ausdruck bringen.

Style Technique

Durch richtige Pose und Bewegung bei den einzelnen Techniken müssen Stimmung, Ausdruck, Bedeutung und Charakter der Musik herausgearbeitet werden.

Floor Craft

Unter angewandter Dance Floor Etikette, Ausnutzen der Möglichkeiten und Grenzen der Tanzfläche und im Zusammenspiel mit anderen Tänzern sollen die Möglichkeiten des betreffenden Tanzes ausgelotet werden.